Holocaust-Mahnmal Neustadt am Rbge.

Arbeitskreis Regionalgeschichte e. V.
Im Dorn 7, 31535 Neustadt am Rübenberge
Tel.: 05032/61705 • Fax: 05032/1879
E-Mail: ak.reg@t-online.de

6. November 2022: Gedenken an die Pogromnacht am Neustädter Holocaustmahnmal


Verlegung von Stolpersteinen in der Vahrenwalder Straße 290 in Hannover für die erweiterte Familie Magnus am 25. Mai 2022

Stolpersteinverlegung 25. Mai 2022

Ein Zeichen gesetzt gegen Rassismus und Antisemitismus

Das beschädigte Schüler*innen-Kunstobjekt „Ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Antisemitismus“ in der Theresenstraße konnte von Kerstin Faust dank der Unterstützung der Stadt Neustadt und von Neustädterinnen und Neustädtern am 22. Juli 2022 wieder repariert werden.

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Presseerklärung des Arbeitskreises Regionalgeschichte zur erneuten Beschädigung des Schüler*innen-Kunstobjektes „Ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Antisemitismus“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Stadtrundganges „Vergessene – Spaziergang durch die Neustädter Sozialgeschichte“ mussten heute (15.5.2022) bestürzt feststellen, dass Teile des von der Künstlerin Kerstin Faust konzipierten Schüler*innenkunstobjektes „Ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Antisemitismus“ an der Theresenstraße zerstört wurden. An einer der Stehlen wurden sechs Tafeln mit Zeichnungen von Schülerinnen und Schülern zerschlagen. Es ist nun schon das zweite Mal, dass Teile des Kunstwerkes zerstört werden. Zum ersten Mal geschah dies in der Nacht nach seiner Einweihung am 9. Oktober 2021.

Wir erwarten von der Stadt Neustadt a. Rbge., dass die Schäden so schnell wie möglich behoben werden.

Für uns ist der Vorfall Ansporn, den Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus zu verstärken.

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Einweihung der Kunstinstallation am 9.10.2021

 Presseerklärung des Arbeitskreises Regionalgeschichte zur Beschädigung des Schülerkunstobjektes „Ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Antisemitismus“

Am 10.10.2021 mussten wir feststellen, dass das erst am Vortag vom Bürgermeister Dominic Herbst im Rahmen der Veranstaltungsreihe „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ eingeweihte Schülerkunstobjekt „Ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Antisemitismus“ an der Theresenstraße in Neustadt a. Rbge. beschädigt worden war. Die TäterInnen hatten mehrere von Schülerinnen und Schülern gezeichnete Bilder abgerissen und zerbrochen. Die Künstlerin Kerstin Faust war fassungslos angesichts der Zerstörungen. Die Polizei nahm die Schäden auf und sicherte die zerstörten Tafeln zur Spurensicherung.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Schäden so schnell wie möglich behoben werden und uns nun erst recht gegen Antisemitismus und Rassismus engagieren.

Inzwischen hat Kerstin Faust die zerstörten Tafeln repariert, sie aber besonders gestaltet, damit die Zerstörungen nicht vergessen werden. Die schnelle Reparatur war möglich, weil viele Menschen für die Wiederherstellung der Kunstinstallation gespendet haben. Allen Spenderinnen und Spendern sei gedankt.

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7. November 2021: Gedenken am ehemaligen Standort der Neustädter Synagoge anlässlich der Pogromnacht vom 9.11.1938

Podcast der Neustädter Gedenkveranstaltung zum Nachhören und Herunterladen: hier


Edition Region und Geschichte

– Neuerscheinungen –

Zum 50. Jahrestag der Berufsverbote ist soeben die 5. Auflage der Ausstellungsbroschüre erschienen.

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Aus aktuellem Anlass – der Schweineherztransplantation in den USA – die Autorenlesung des kompletten Kriminalromans als Hörbuch bei Radio Flora

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soeben erschienen!

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2. Auflage der kostenlosen Broschüre – zum Anschauen und Herunterladen bitte den Titel anklicken. Die Druckversion schicken wir gerne zu.

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Da zur Zeit eine rege Nachfrage nach unserem seit längerem vergriffenen Buch zur Geschichte der Continental AG existiert, stellen wir den gesamten Inhalt als pdf-Datei ins Netz. Zum Lesen und Herunterladen den Titel anklicken.

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Veranstaltungen/Debatten:

Krieg und Frieden

Veranstaltungsreihe der Friedensinitiative Neustadt/Wunstorf in Kooperation mit dem Arbeitskreis Regionalgeschichte und dem Bildungswerk ver.di

Zum Ansehen und Herunterladen Flyer anklicken.

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Wenn der Wind weht

Zeichentrickfilm über die Schrecken des Atomkrieges

Anders als in den 1950er bis 1980er Jahren scheinen viele Menschen, darunter auch manche Politiker*innen, heute nicht mehr zu wissen, welche katastrophalen Folgen ein Atomkrieg haben würde. Dabei ist die Atomkriegsgefahr, und damit die Auslöschung der Menschheit, zur Zeit größer als während der Kubakrise 1962. Die Vorwarnzeiten sind so kurz geworden, dass Entscheidungsspielräume, die damals noch vorhanden waren und Raum für Verhandlungen öffneten, nicht mehr existieren. Hinzu kommt: Das generelle Ablehnen von Verhandlungen und der Abbruch aller Gesprächskanäle vor einem drohenden Krieg zwischen Atommächten wird mit Sicherheit in die Katastrophe führen. Wenn die erste Atomrakete gestartet ist, kann die alles vernichtende Kettenreaktion nicht mehr gestoppt werden.

Der Arbeitskreis Regionalgeschichte zeigt daher in Kooperation mit dem Cinema Neustadt am 7.12.2022, um 19.30 Uhr den Film „Wenn der Wind weht“, einen ungewöhnlichen Zeichentrickfilm mit der Musik von Roger Waters aus dem Jahr 1986.

Inhalt des Films:

Ein naives englisches Rentnerehepaar wird den Folgen eines nuklearen Krieges ausgesetzt. Ein Zeichentrickfilm, der mit schwarzem Humor auf die Uninformiertheit der Menschen und die Abwiegelungsversuche der Regierungen hinweist und vor Augen führt, dass es keine Zukunft mehr geben kann, wenn die Bombe erst einmal gefallen ist. Eine makabre Satire, die gleichwohl aufrüttelt und zum Nachdenken anregt. Regisseur Jimmy T. Murakami schuf nicht nur eine kongeniale Verfilmung des Comics, sondern seinerseits eine der nachhaltigsten künstlerischen Auseinandersetzungen mit den Schrecken und den Absurditäten des Atomzeitalters.

Mittwoch, 7.12.2022, 19.30 Uhr, Eintritt 6,- €

Kino im VZ Leinepark, Neustadt a. Rbge.

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Der Spanische Bürgerkrieg und die Bombardierung von Guernica/Gernika

Bildungsurlaub in Kooperation mit dem Bildungswerk ver.di

23. – 29. April 2023

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Debatte I: Antisemitismus, Geschichtspolitik und Ukrainekrieg

Die Stuttgarter Zeitung, die Stuttgarter Nachrichten und das Stadtarchiv Stuttgart haben ein Antisemitismus-Problem: Rekonstruktionsfotografie und das Projekt „Stuttgart 1942“

Dr. Clemes Heni, Leiter des „Berlin International Center for the Study of Antisemitism“

Manuskript

Radiogespräch mit Clemens Heni über seine Kritik am Fotoprojekt „Stuttgart 1942“

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Radiogespräch mit Dr. Clemens Heni, Co-Autor des Buches „Nie wieder Krieg ohne uns … Deutschland und die Ukraine“

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Neuausrichtung der Gedenkpolitik: Verharmlosung des NS-Vernichtungskrieges und das Ausblenden der NS-Geschichte

Hubert Brieden, Helge Kister

Manuskript

zu hören bei Radio Flora und den Freien Radios

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„… wow, wir stehen nicht nur auf den Schultern von Joschka Fischer, sondern auch auf denen unserer Großväter.“ – Deutsche Kriegspropaganda: Verharmlosung des NS-Vernichtungskrieges und des Holocaust

Radiofeature von Hubert Brieden

Manuskript

zur hören bei Radio Flora und den Freien Radios

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Ukraine, Holocaustverharmlosung, Transphobie und Goutieren der „American Nazi Party“ in der Pro-Israel Szene?

Dr. Clemens Heni, Leiter des „Berlin International Center for the Study of Antisemitism“

Manuskript

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Debatte II: Texte zu Coronakrise, Demokratieabbau und Neonazis

Seit Beginn der Coronapandemie Anfang 2020 ist eine Erosion demokratischer Grundrechte und gleichzeitig ein Erstarken von Neonazis und anderen Demokratiefeinden zu beobachten, die sich – so grotesk es ist – als Verteidiger der Demokratie aufspielen. Die Gesellschaft scheint immer mehr in feindlich gegenüberstehende Lager von „Impfbefürwortern“ und „Impfgegnern“ zu zerfallen. Dabei ist festzustellen, dass auf beiden Seiten eine erschreckende Geschichtsvergessenheit um sich greift und die NS-Diktatur, insbesondere die NS-Medizin, verharmlost werden. Um dieser „Vergesslichkeit“ entgegenzuwirken, veröffentlichen wir hier Texte, die versuchen neue Perspektiven zu finden.

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Pandemie, Verschwörungswahn und Antisemitismus

eine Projekt in Kooperation mit Radio Flora

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„Besonders stark brennt dass Judenviertel …“ – Die deutsche Luftwaffe und der Holocaust – Radiofeature (statt Vortrag)

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Der geteilte Picasso – Der Künstler und sein Bild in der BRD und der DDR

Exkursion des Arbeitskreises Regionalgeschichte und des Bildungswerkes ver.di ins Museum Ludwig, Köln

1. Dezember 2021

Die Gruppe bei der Exkursion im Museum Ludwig, Köln
Die Gruppe bei der Exkursion im Museum Ludwig, Köln
Plakat des Arbeitskreises Regionalgeschichte von 1986, das in der Ausstellung zu sehen ist.

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Weiß auf Schwarz – Geschichte von Ungleichheit und Rassismus – ein Radioprojekt

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About us
Acerca de nosotros


„Das Vergangene ist nie tot; es ist nicht einmal vergangen.“
William Faulkner

Regionale und internationale Geschichtsarbeit

Der Arbeitskreis Regionalgeschichte

Weil in den offiziellen Ortschroniken die Zeit des Nationalsozialismus verschwiegen wurde, fand sich in Neustadt am Rübenberge (Region Hannover) 1981 ein Arbeitskreis historisch interessierter BürgerInnen zusammen, die sich mit der tabuisierten Geschichte des früheren Landkreises und der Stadt Neustadt auseinandersetzen wollten. Zunächst wurden dem Vorhaben, die NS-Zeit im konkreten ortsbezogenen Rahmen zu erforschen, von offizieller Seite erhebliche Schwierigkeiten gemacht: der Zutritt zum Stadtarchiv wurde untersagt, gut besuchte Veranstaltungen an der damaligen Kreisvolkshochschule Hannover zum Thema wurden ersatzlos gestrichen und städtische Zuschüsse für Publikationen zur Geschichte der Zeit zwischen 1933 und 1945 verweigert. Unsere erste Dokumentation verursachte 1983 in Neustadt einen Skandal und konnte nur unter dem Ladentisch verkauft werden, was ihrem Absatz jedoch keinen Abbruch tat. Das Interesse war riesig. Die vielen positiven Reaktionen ermutigten uns weiterzumachen. Dafür waren unabhängige Strukturen notwendig: 1994 wurden ein gemeinnütziger Verein und ein Verlag gegründet.

Bald zeigte sich, dass wir uns bei unserer Arbeit nicht auf die Region Hannover beschränken konnten. Das Schicksal der Neustädter Jüdinnen und Juden war vor Ort nicht aufzuklären. Wir folgten den Spuren der aus Neustadt Geflohenen nach Hannover, Bremen, Hamburg, Amsterdam und Auschwitz – um nur einige Orte zu nennen. Zur Aufklärung der geheim gehaltenen Geschichte des Fliegerhorstes Wunstorf reisten wir zunächst nach Freiburg/Breisgau und dann nach Gernika (Guernica) ins spanische Baskenland.

Auch als wir uns anderen Themen zuwendeten, z. B. der Geschichte der Hexenprozesse im Fürstentum Calenberg-Göttingen im 16. Jahrhundert, zeigte sich bald, dass diese Ereignisse ohne die Kenntnis der Reformation in Deutschland und der Revolution in den Niederlanden kaum verständlich waren.

Bei der Recherche zur Geschichte der Zwangsarbeit beim hannoverschen Reifenkonzern Continental mussten wir uns mit den mörderischen Lebensbedingungen von Kautschukpflückern in Südamerika, Afrika und Asien und von Zwangsarbeiterinnen in den Konzentrationslagern des Unternehmens befassen.

Einmal mehr wurde deutlich, dass regionale Geschichtsschreibung nur dann sinnvoll betrieben werden kann, wenn überregionale Vorgänge und Strukturen mit einbezogen und reflektiert werden. Die Beschränkung auf den eigenen Ort, die eigene Region – wie sie in der Heimatkunde immer noch vorherrscht – muss zwangsläufig zu Fehlinterpretationen führen.

Diese Einschätzung konnte nicht ohne Konsequenzen für die öffentliche Präsentation unserer Forschungsergebnisse bleiben. Hatten wir bislang die traditionellen Möglichkeiten von Öffentlichkeitsarbeit genutzt, wie Vortrags- und Filmveranstaltungen, Zeitungsartikel, Ausstellungen, Buchpublikationen, wendeten wir uns ab 1999 auch der Radioarbeit zu. Radio Flora, ein in der Tradition der Freien Radios arbeitendes „Bürgerradio“ aus Hannover, bot die inhaltlichen und technischen Möglichkeiten, Beiträge zu historischen Themen zu produzieren und auf UKW zu senden. Allerdings war die Reichweite dieses Radios regional begrenzt, auf einen Radius von etwa 35 km um Hannover. Die politisch begründete Verweigerung der Verlängerung der UKW-Lizenz durch die Niedersächsische Landesmedienanstalt und die damit verbundene forcierte Umstellung im April 2009 auf den ausschließlichen Betrieb eines Internetradios bedeutete einerseits den Verlust von HörerInnen in der Region Hannover, bot aber andererseits neue Möglichkeiten, historische Themen auch überregional zu präsentieren. Wir produzierten Sendungen zu unterschiedlichen historischen Themen, wobei ein Schwerpunkt auf der Militärgeschichte der Region Hannover lag. In verschiedenen Radiobeiträgen thematisierten wir die „vergessene“ Geschichte der Fliegerhorste Wunstorf und Langenhagen. Insbesondere ging es um die Ausbildung von Bomberbesatzungen für die Legion Condor während des Spanischen (Bürger-) Krieges und die Zerstörung der baskischen Stadt Gernika, aber auch um die Vorgeschichte der Bombardierung Gernikas und ihre Nachwirkungen. Ferner produzierten wir ein Radiofeature über den Angriff der deutschen Luftwaffe auf Polen am 1. September 1939 und die Rolle, welche die Luftwaffeneinheiten aus der Region Hannover bei der Bombardierung von Wohnvierteln spielten, speziell von Vierteln mit überwiegend jüdischer Bevölkerung und auf dem Internationalen Frauensendeplatz erinnerten wir an das Frauen-KZ auf dem Gelände der Reifenfabrik Continental in Hannover-Limmer.

Ohne das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement der Aktiven wären die aufwändigen Forschungs- und Publikationsarbeiten unmöglich gewesen.

In einer Reihe von Publikationen, in Ausstellungen, zahlreichen Veranstaltungen und Radioarbeiten wurde und wird an die Opfer der NS-Diktatur erinnert: Jüdinnen und Juden, Sinti, Mitglieder der Arbeiterorganisationen, ausländische Arbeiter und Arbeiterinnen, Kriegsgefangene u. a. Aber auch die Täter und Nutznießer der Gewaltherrschaft blieben nicht ungenannt.

Um auch im öffentlichen Raum das Andenken an die Opfer der NS-Diktatur und des Rassenwahns wach zu halten, setzte sich der Arbeitskreis Regionalgeschichte für das Anbringen einer Gedenktafel am ehemaligen Standort der jüdischen Synagoge in Neustadt ein und konnte dieses Anliegen schließlich mit Unterstützung vieler Menschen realisieren. Der Antrag, Straßen in Neustadt nach ermordeten Jüdinnen, Juden und Sinti zu benennen, den 500 Menschen mit ihrer Unterschrift unterstützten, war im Ortsrat der Stadt Neustadt politisch nicht durchzusetzen. Der Arbeitskreis Regionalgeschichte unterstützt nun die Initiative, ein Mahnmal für die ermordeten und vertriebenen jüdischen Neustädterinnen und Neustädter zu errichten und organisiert das Verlegen von Stolpersteinen.

Die immer wieder zu beobachtende Verharmlosung der NS-Diktatur, das Wiederaufleben antisemitischer und rassistischer Propaganda und der zunehmende Militarismus sind Gründe genug, die Arbeit fortzusetzen. Notwendigerweise befassen wir uns daher auch mit der (Sozial-) Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und den Auswirkungen der gegenwärtigen deutschen- Innen- und Außenpolitik.

Es bleibt noch viel zu tun.


Wir sind kooperatives Mitglied im Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover e.V.