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Fleischextrakt im Tausch gegen Elfenbein und andere Rohstoffe, Sammelbild von 1891

Weiß auf Schwarz – Geschichte von Ungleichheit und Rassismus – ein Radioprojekt

Bereits vor der Ermordung des Afroamerikaners George Floyd durch weiße Polizisten in den USA und den massenhaften antirassistischen Protesten bereitete Radio Flora in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Regionalgeschichte ein Radioprojekt vor, das die Geschichte der Ungleichheit und des Rassismus thematisieren soll. Die Ereignisse in den USA haben dem Projekt eine nicht vorhersehbare Brisanz und Aktualität verliehen. Zur Zeit bereiten verschiedene Redaktionen Beiträge unterschiedlicher Art vor, die kontinuierlich an dieser Stelle präsentiert werden:  http://radioflora.de/weiss-auf-schwarz-geschichte-von-ungleichheit-und-rassismus-ein-radioprojekt/

Akustische Ankündigung, die gerne weiterverbreitet werden kann:

Beiträge, die in Kooperation des Arbeitskreises Regionalgeschichte und der Redaktion International von Radio Flora produziert wurden:

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Heimat? Was ist das denn? – Ein Blick in Geschichte und Gegenwart

Illustrierter Vortrag von Hubert Brieden

Eine Definition des Begriffs „Heimat“ sucht man meist vergeblich. Dabei wurde mit ihm seit dem 19. Jahrhundert Politik gemacht. Als juristische Definition legte er zunächst fest, dass nur derjenige Heimatrecht besaß, der über Grund und Boden verfügte. Arbeiter hatten daher keine Heimat, waren „vaterlandslose Gesellen“. In deutsch-nationalen Kreisen galten auch Juden als heimatlos und kosmopolitisch. Der Begriff „Heimat“ wurde mit biologistisch-rassistischen Elementen aufgeladen. Während der NS-Diktatur diente er der Ausgrenzung von Juden, „Zigeunern“, „Asozialen“ und politischen Gegnern. Sie alle hatten keinen Platz in der „deutschen Volksgemeinschaft“. Auf die Förderung des Heimatgedankens wurde in dieser Zeit großen Wert gelegt. Heimatfeste waren allgegenwärtig. In vielen Orten – so auch in Neustadt a. Rbge. – wurden Heimatmuseen eingerichtet, die ein völkisches Heimatgefühl popularisieren sollten.

Nach dem Krieg fand eine kritische Reflexion des Begriffs kaum statt. Heimatfilme und -musik reproduzierten bekannte Klischees und erfreuten sich wieder großer Beliebtheit.

Der Vortrag sollte am Dienstag, 3. November 2020 im Veranstaltungszentrum “Rotation” in Hannover gehalten werden, musste aber wegen des Corona-Teil-Lockdowns vor allem für Kultur- und Bildungsveranstaltungen abgesagt werden. Er wurde daher – allerdings ohne Bilder – bei Radio Flora als Podcast eingestellt und ist dort zu hören und herunterzuladen: http://radioflora.de/heimat-was-ist-das-denn-ein-blick-in-geschichte-und-gegenwart/

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