Veranstaltungen

Hubert Brieden liest aus seinem neuen Buch

“ und es ging los wie in alten Zeiten …“NS-Täter in Neustadt am Rübenberge – Gescheiterte Entnazifizierung und die Folgen

Nach dem Untergang des „Dritten „Reiches“ wurde in Neustadt a. Rbge., einer ganz normalen deutschen Kleinstadt, über die Verbrechen geschwiegen. Dabei kannten die meisten das ehemalige NS-Personal und wussten, was geschehen war. Gewalttaten hatten sich teilweise in aller Öffentlichkeit abgespielt. Doch viele identifizierten sich nach 1945 nicht mit den überlebenden Opfern, sondern mit den Tätern, die bald wieder wichtige gesellschaftliche Funktionen ausübten.

Wer heute das Erstarken rechter, antisemitischer und rassistischer Organisationen beklagt und diese fatale Entwicklung verstehen und stoppen will, sollte sich vor allem mit der gescheiterten Entnazifizierung und ihren Folgen befassen.

Donnerstag, 22. Februar 2024, 19 Uhr, VHS Hannover-Land, Neustadt a. Rbge., Schlossstr. 1

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Picasso in der Region Hannover

Kunst- und Geschichtsausstellung

Kerstin Faust: „Guernica“ – Fliehende Frau (Detail)

Montag, 4. März bis Mittwoch, 15.März 2024

Rathaus Nienburg, Vestibül, Marktplatz 1

Picasso in der Region Hannover? Das klingt absurd …

… aber Picassos Kunst – vor allem sein berühmtes Gemälde „Guernica“ – spielte und spielt hier immer wieder in historischen und politischen Debatten eine wesentliche Rolle. Der Grund: Die unverteidigte Stadt wurde am 26. April 1937 während des Spanischen (Bürger-)Krieges in einem mehrstündigen Luftangriff durch Kampfflieger der deutschen Legion Condor fast vollständig zerstört. Ein Teil der Täter kam aus der Region Hannover, sie waren auf den Fliegerhorsten Wunstorf und Langenhagen ausgebildet worden.

Picasso nannte ein Gemälde, das er für den Pavillon der spanischen Republik auf der Weltausstellung in Paris 1937 schuf, einfach nur „Guernica“ und machte den Namen weltweit bekannt. Nazi-Medien auch in der Region Hannover berichteten damals ausführlich über die Zerstörung der Stadt, stritten aber jegliche deutsche Verantwortung ab; das Bild „Guernica“ stigmatisierten sie als „entartete Kunst“ und Picasso als „Kulturbolschewisten“.

Nach 1945 wurde in Westdeutschland jahrzehntelang über die Verbrechen der Wehrmacht geschwiegen und Picasso und sein berühmtestes Bild sorgten immer noch für Kontroversen.

Veranstaltungsflyer

Kontakte:

Klaus-Dieter Ördung: 05021-5132

Burghard Sperling: 04231-4682

Andreas Gelbhaar: 0152-32787761

Arbeitskreis Regionalgeschichte: 05032-61705, Mail: ak.reg@t-online.de

Kunstinitiative „in between“: 05032-94433

Führungen durch die Ausstellung nach Absprache.

In Kooperation mit:

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Ausstellung Teil I: Kunstobjekte von Kerstin Faust

Zum 50. Todesjahr von Pablo Picasso hat sich Kerstin Faust mit dem Bild „Guernica“auseinander-gesetzt. Die einzelnen Figuren haben das Bild verlassen …

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Ausstellung Teil II: „Guernica“ und Urban Art

Picassos „Guernica“ ist ein monumentales Wandgemälde. Künstlerinnen und Künstler aus Hannover haben sich von dem Bild inspirieren lassen.

„Guernica“ – Urban Art, Hannover

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Ausstellung Teil III:

„…ein voller Erfolg der Luftwaffe”

die Vernichtung von Guernica / Gernika am 26. April 1937

Geschichte und Gegenwart eines deutschen Kriegsverbrechens

Am 26. April 1937 zerstörten deutsche Kampfflieger der Legion Condor während des Spanischen Bürgerkrieges die baskische Stadt Gernika/Guernica fast vollständig. Ein Teil der Täter war auf den Fliegerhorsten Wunstorf und Langenhagen ausgebildet worden. In vier Kapiteln wird die Geschichte der Vernichtung der baskischen Stadt Gernika dargestellt: 1. Vorgeschichte, 2. Der Spanische Krieg,, 3. Gernika, 26. April 1937, 4. Die Folgen.

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

Vortrag, Donnerstag, 7. März, 18 Uhr

„Guernica“ – Motive und (Be-)Deutungen

Bildbetrachtung von Dr. Tanja Soroka

Picassos Gemälde „Guernica“ ist eines der berühmtesten Bilder der Welt und gehört zum kollektiven Bildgedächtnis der Moderne. Es ist eine Anklage des Künstlers gegen den Terror, dem die Zivilbevölkerung durch die Bombardierung der Stadt ausgesetzt war. Einzelne Motive sind sofort wiedererkennbar. Die Frauen, das Kind, der Krieger, das Pferd, der Stier, der Vogel, die Blume, das Licht. Doch was bedeuten diese Motive? Wie entstand das Gemälde und welche Funktion hatte es innerhalb des Pavillons der spanischen Republik auf der Weltausstellung in Paris 1937? Welche Bedeutung hat das Bild innerhalb des Gesamtschaffens von Picasso? Schließlich bleibt die Frage, wie sich die heute anhaltende Wirkung des Gemäldes erklären lässt.

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Vortrag, Donnerstag, 14. März, 18 Uhr

„Guernica“: Umstrittenes Bild – bereinigte Geschichte nach 1945

Illustrierter Vortrag von Hubert Brieden

Nur einmal war das Gemälde Guernica in Deutschland im Original zu sehen. 1955/56 in München, Köln und Hamburg im Rahmen der Ausstellung „Picasso 1900 – 1955“. Erstmals nach der NS-Diktatur war es möglich, das Schaffen diese berühmten Künstlers umfassend kennen zu lernen, dessen Werke die Nazis als „entartete Kunst“ abgewertet hatten. Mehr als 300.000 Menschen besuchten die Ausstellung. Besonders vor Guernica drängelten sich die Kunstinteressierten, waren fasziniert, entsetzt oder fühlten sich in ihren Vorurteilen bestätigt. Mit dieser Ausstellung habe Picasso wieder „die deutsche Bühne“ betreten, hieß es. Doch gilt das auch für die Hauptattraktion? War Guernica jemals von der „deutschen Bühne“ verschwunden? Was war aus den Angehörigen der deutschen Luftwaffe geworden, die für das Flächenbombardement verantwortlich waren und es für einen „vollen Erfolg“ hielten? Während Picassos Guernica ein Massenpublikum erreichte, blieben die historischen Hintergründe weitgehend tabuisiert.

Picasso-Ausstellung München 1955, Foto: Rudi Dix (Stadtarchiv München, Signatur: DE-1992-FS-NL-RD-0833B06))

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Zusätzliche Veranstaltungen:

Montag, 13. Mai und Freitag, 17. Mai 2024

Workshop mit Kerstin Faust

„Guernica“ – Kreative Inspirationen

Wir wollen uns in diesem zweitägigen Workshop durch eigenes Zeichnen intensiv den einzelnen Figuren im „Guernica“-Bild annähern. Es ist möglich, mit Acrylfarben und Sprühdosen auf Leinwänden oder mit Stiften auf Papier eigene Bilder entstehen zu lassen und Picasso zu interpretieren.

Nähere Einzelheiten und Fragen zum Workshop: Kerstin Faust, Tel.: 05032-94433

In Kooperation mit der der Fachoberschule für Gestaltung der Schulen Rahn, Am Ahornbusch, 31582 Nienburg

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Guernica

Spielfilm (Spanien/USA 2016)

Termin und Uhrzeit werden noch bekanntgegeben

Der Film von Koldo Serra basiert auf den historischen Ereignissen des Luftangriffs, der ein Vorspiel war für den Zweiten Weltkrieg. Es ist eine Hommage an den Journalisten George L. Steer, der das Luftkriegsverbrechen bekannt machte und für den heute ein Denkmal in Gernika steht.

In Kooperation mit dem Filmpalast Nienburg

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Debatten:

Debatte I: Antisemitismus, Geschichtspolitik und Ukrainekrieg

Seit Beginn des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine und zur Rechtfertigung von Waffenlieferungen aus Deutschland in das Kriegsgebiet und eines seit 1945 nicht dagewesenen Aufrüstungsprogramms ist hierzulande eine erschreckende Relativierung des NS-Vernichtungskrieges zu konstatieren. Darüber hinaus scheint sich eine Kursänderung in der bisherigen Gedenkpolitik anzubahnen. Als Initiative, die seit 1981 in der NS-Forschung und in der Gedenkpolitik aktiv ist, wird sich der Arbeitskreis Regionalgeschichte mit diesen Entwicklungen kritisch auseinandersetzen.

Manipulation mit Text und Bild

Leserbrief zu einem Artikel in der Leine-Zeitung vom 27.10.2023

Am 27.10.2023 erschien in der Leine-Zeitung (Beilage der Hannoverschen Allgemeinen und der Neuen Presse) unter der Überschrift „Solidarität mit Israel“, dem zu entnehmen war, dass die Junge Union nun auch das Thema „Antisemitismus“ entdeckt hatte – allerdings nur in der migrantischen Gesellschaft. Dem Artikel beigegeben war ein Foto von Mitarbeitern des Arbeitskreises Regionalgeschichte während einer Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht. Dies wurde jedoch nirgends erwähnt und damit der Eindruck erweckt, als setzte sich die Junge Union seit Jahren gegen Antisemitismus ein. Dazu ein Leserbrief von Hubert Brieden.

Der Leserbrief wurde bislang nicht abgedruckt.

Zur Vertiefung der Thematik: Redebeitrag von Hubert Brieden während der Gedenkveranstaltung am 12.11.2023 anlässlich des Jahrestages der Pogromnacht in Neustadt a. Rbge.

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Fliegerhorst Wunstorf: Geschichte und Traditionspflege

Rede am Fliegerhorst Wunstorf während der Kundgebung „5 Minuten vor 12 – Verhindert den Atomkrieg“ der Friedensinitiative Neustadt/Wunstorf am 10. Juni 1923 gegen das Nato-Großmanöver „Airdefender 23“

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„Der Massenmord wurde von den Nazis in Wunstorf trainiert…“

Rede von Klaus Armbruster vom Kulturverein Baskale aus Bilbao am Fliegerhorst Wunstorf während der Kundgebung „5 Minuten vor 12“ der Friedensinitiative Neustadt/Wunstorf am 10. Juni 2023 gegen das Nato-
Großmanöver „Airdefender 23“

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Geschichtspolitik, Antisemitismus und der deutsche Krieg gegen die Diplomatie im Ukraine-Konflikt

Vortrag des Antisemitismusforschers Dr. Clemens Heni in Neustadt a. Rbge. am 16. Mai 2023

Der Begriff „Vernichtungskrieg“, in dessen Zentrum der Völkermord an Millionen von Slawen und der Holocaust stehen, wird von nicht wenigen Befürwortern von Waffenlieferungen an die Ukraine und von Unterstützern eines bislang in der Geschichte der Bundesrepublik nie dagewesenen Aufrüstungsprogramms zunehmend seines Inhalts beraubt, trivialisiert und auf jeden Krieg angewandt. Nur so glauben sie ihren Kriegskurs rechtfertigen zu können. Die Benennung von Straßen und Plätzen in der heutigen Ukraine nach Verantwortlichen für den Massenmord an der jüdischen Bevölkerung während der NS-Besatzung im Zweiten Weltkrieg ist hierzulande kaum Anlass zur Kritik. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine scheint in Deutschland dazu genutzt zu werden, das NS-Gedenken zu verändern oder sogar zu entsorgen.

Auf Einladung des Arbeitskreises Regionalgeschichte und der Friedensinitiative Neustadt/Wunstorf hielt Dr. Clemens Heni am 16. Mai 2023 in Neustadt a. Rbge. einen Vortrag mit dem Titel „Geschichtspolitik, Antisemitismus und der deutsche Krieg gegen die Diplomatie im Ukraine-Konflikt“. Beim Podcast handelt es sich um einen Mitschnitt dieses Vortrages.

Zum Referenten: Dr. Clemens Heni, Politologe, Antisemitismusforscher und Verleger, ist seit 2011 Direktor des Berlin International Center for the study of Antisemitism. Sein soeben erschienenes neues Buch: „Pandemic Turn – Antisemitismusforschung und Corona“.

Mitschnitt des Vortrages unter: https://www.freie-radios.net/122151

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Die Stuttgarter Zeitung, die Stuttgarter Nachrichten und das Stadtarchiv Stuttgart haben ein Antisemitismus-Problem: Rekonstruktionsfotografie und das Projekt „Stuttgart 1942“

Dr. Clemes Heni, Leiter des „Berlin International Center for the Study of Antisemitism“

Manuskript

Radiogespräch mit Clemens Heni über seine Kritik am Fotoprojekt „Stuttgart 1942“

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Radiogespräch mit Dr. Clemens Heni, Co-Autor eines Buches über Deutschland und den Ukrainekrieg

„Nie wieder Krieg ohne uns … Deutschland und die Ukraine“, so der Titel eines kürzlich erschienenen Buches. Hubert Brieden sprach mit dem Politologen Dr. Clemens Heni, Direktor des „Berlin International Center for the study of Antisemitism“ und neben dem Publizisten Gerald Grüneklee und dem Journalisten Peter Nowak Mitautor des Buches. Im Gespräch ging es um

– die Verharmlosung des NS-Vernichtungskrieges und des Holocaust im Zusammenhang mit der deutschen Propaganda für Waffenlieferungen an die Ukraine,

– Sekundären Antisemitismus,

– die verbreitete Ignoranz bezüglich der Folgen eines Atomkrieges,

– den Zusammenhang zwischen dem aktuellen Krieg und dem gegen das Coronavirus,

– die Vorgeschichte des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine.

Zu beziehen ist das Buch für 20 € über den Buchhandel oder direkt bei der Edition Critic per E-Mail: info@editioncritic.de

Zu hören bei Radio Flora und den Freien Radios

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Neuausrichtung der Gedenkpolitik: Verharmlosung des NS-Vernichtungskrieges und das Ausblenden der NS-Geschichte

Hubert Brieden, Helge Kister

Seit Beginn des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine ist hierzulande zur Rechtfertigung von Waffenlieferungen in das Kriegsgebiet und eines gigantischen Aufrüstungsprogramms eine Neuausrichtung der Gedenkpolitik festzustellen. Der NS-Vernichtungskrieg und damit der Holocaust werden verharmlost, Gedenkveranstaltungen zur Kriegs- und Aufrüstungspropaganda missbraucht. Hubert Brieden und Helge Kister, seit Jahrzehnten in der historischen Forschung und in der Gedenkpolitik aktiv, beschreiben in ihren Radioessay an einigen Beispielen, wie das konkret aussieht.

Kapitel I: „UKRAINE und WIR“ – ein Tagungskonzept zur Entsorgung der NS-Geschichte

Kapitel II: Gute Opfer, schlechte Opfer – Instrumentalisierung des NS-Gedenkens für den Krieg

Sprecher: H. Brieden

zur hören bei Radio Flora und den Freien Radios

Manuskript

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Ukraine, Holocaustverharmlosung, Transphobie und Goutieren der „American Nazi Party“ in der Pro-Israel Szene?

Dr. Clemens Heni, Leiter des „Berlin International Center for the Study of Antisemitism“

Manuskript

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„… wow, wir stehen nicht nur auf den Schultern von Joschka Fischer, sondern auch auf denen unserer Großväter.“ – Deutsche Kriegspropaganda: Verharmlosung des NS-Vernichtungskrieges und des Holocaust

Radiofeature von Hubert Brieden

Russland führt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, „der Westen“ liefert Waffen an die Ukraine und führt einen Wirtschaftskrieg gegen Russland. Die Ziele: Ruinierung und militärische Niederlage Russlands. Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass es sich um eine geostrategische Auseinandersetzung handelt. „Der Westen“ will seine Vorherrschaft vor allem gegen Russland und China behaupten. Die Situation ähnelt der am Vorabend des Ersten, aber auch des Zweiten Weltkrieges. Und wie damals betreiben Politik und Medien Kriegspropaganda. Dabei ist zu beobachten, dass immer wieder die Massenverbrechen der Wehrmacht, der NS-Vernichtungskrieg und der Holocaust verharmlost werden. Selbst traditionelle Nazipropaganda wird wieder aus den Schubladen gekramt. Im Radiofeature geht Hubert Brieden den Ursachen für diese erschreckende Entwicklung nach.

Inhalt:

I. 2021: Historische Vorbilder einer grünen Kanzlerkandidatin

a. Die Wehrmacht als Friedensstifterin

b. Der Grüne Josef Fischer und die Verharmlosung von Auschwitz

II. Traditionen des Hasses nach 1945

a. Verschweigen der NS-Verbrechen, Antisemitismus, Antikommunismus, Russenphobie

b. Sexualisierte Gewaltphantasien

c. Verharmlosung des Vernichtungskrieges

Schlussbemerkung

Manuskript

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Debatte II: Texte zu Coronakrise, Demokratieabbau und Neonazis

Seit Beginn der Coronapandemie Anfang 2020 ist eine Erosion demokratischer Grundrechte und gleichzeitig ein Erstarken von Neonazis und anderen Demokratiefeinden zu beobachten, die sich – so grotesk es ist – als Verteidiger der Demokratie aufspielen. Die Gesellschaft scheint immer mehr in feindlich gegenüberstehende Lager von „Impfbefürwortern“ und „Impfgegnern“ zu zerfallen. Dabei ist festzustellen, dass auf beiden Seiten eine erschreckende Geschichtsvergessenheit um sich greift und die NS-Diktatur, insbesondere die NS-Medizin, verharmlost werden. Um dieser „Vergesslichkeit“ entgegenzuwirken, veröffentlichen wir hier Texte, die versuchen neue Perspektiven zu finden.

Texte:

„… zu keiner Zeit der Welt eine Rechtfertigung“ – NS-Medizinverbrechen und die Konsequenzen – Medizinische Ethik, Impfzwänge und die Missachtung des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit (Februar 2022)

Auch zu hören unter: https://radioflora.de/ns-medizinverbrechen-und-die-konsequenzen-medizinische-ethik-impfzwaenge-und-die-missachtung-des-rechtes-auf-koerperliche-unversehrtheit/

Impfgeschichte(n) und die Verharmlosung der NS-Medizin in der Corona-Impfkampagne (Januar 2022)

Auch zu hören unter: https://radioflora.de/impfgeschichten-und-die-verharmlosung-der-ns-medizin-in-der-corona-impfkampagne/

Pandemie und Ausnahmezustand (November 2021)

Auch zu hören unter: https://radioflora.de/von-seuchen-suendenboecken-und-goldeseln-in-zeiten-grosser-angst-oder-pandemie-und-ausnahmezustand/

Von Grundrechten und vom Küssen – Corona und die Folgen – Besichtigung eines Desasters (November 2020)

Auch zu hören unter: https://radioflora.de/von-grundrechten-und-vom-kuessen-corona-und-die-folgen-besichtigung-eines-desasters/

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Eine Heinkel 111 bombardiert Warschau

Besonders stark brennt das Judenviertel …“

Die deutsche Luftwaffe und der Holocaust

Radiofeature von Hubert Brieden

Mit dem Angriff auf Polen begann der Zweite Weltkrieg. Wesentlichen Anteil am Erfolg dieses ersten „Blitzkrieges“ hatte die Luftwaffe, die ihr Handwerk unter Kriegsbedingungen während des Spanischen Bürgerkrieges perfektioniert hatte. Auch Bomberbesatzungen des Kampfgeschwaders Boelcke von den Fliegerhorsten Wunstorf, Langenhagen und Delemenhorst-Adelheide hatten als Bestandteil der Legion Condor Luftangriffe gegen republikanische Städte auf der iberischen Halbinsel geflogen, darunter den auf die baskische Stadt Guernica.

Am 1. September 1939 starteten die Flieger zum Angriff auf Ziele in Polen. Neben militärischen Zielen wurden auch Wohnviertel bombardiert. Doch nicht nur das: Am 13.9.1939 flogen deutsche Bombereinheiten einen Angriff gegen das große jüdische Viertel in Warschau. Die Besatzungen orientierten sich an Luftbildern, auf denen die jüdischen Wohngebiete besonders markiert waren. Nach dem Abwurf von rund 7000 Brandbomben und eigens präparierten Brandtanks standen ganze Straßenzüge des jüdischen Viertels in Flammen und waren tagelang nicht zu löschen.

Dieser Luftangriff war kein Einzelfall. Und auch das Kampfgeschwader 27 Boelcke war an ähnlichen Angriffen beteiligt. Bis heute wird dieses Kapitel der Militärgeschichte – die Beteiligung der Luftwaffe an der Judenvernichtung – weitgehend verschwiegen. Sprecher*innen: Mechthild Dortmund und der Autor.

Da der ursprünglich vorgesehene Vortrag an der Volkshochschule Hannover-Land wegen des Kulturlockdowns ausfallen musste, wird das Radiofeature bei Radio Flora als Podcast angeboten. Zum Podcast hier klicken.

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Fleischextrakt im Tausch gegen Elfenbein und andere Rohstoffe, Sammelbild von 1891

Weiß auf Schwarz – Geschichte von Ungleichheit und Rassismus – ein Radioprojekt

Bereits vor der Ermordung des Afroamerikaners George Floyd durch weiße Polizisten in den USA und den massenhaften antirassistischen Protesten bereitete Radio Flora in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Regionalgeschichte ein Radioprojekt vor, das die Geschichte der Ungleichheit und des Rassismus thematisieren soll. Die Ereignisse in den USA haben dem Projekt eine nicht vorhersehbare Brisanz und Aktualität verliehen. Zur Zeit bereiten verschiedene Redaktionen Beiträge unterschiedlicher Art vor, die kontinuierlich an dieser Stelle präsentiert werden:  http://radioflora.de/weiss-auf-schwarz-geschichte-von-ungleichheit-und-rassismus-ein-radioprojekt/

Akustische Ankündigung, die gerne weiterverbreitet werden kann:

Beiträge, die in Kooperation des Arbeitskreises Regionalgeschichte und der Redaktion International von Radio Flora produziert wurden:

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Heimat? Was ist das denn? – Ein Blick in Geschichte und Gegenwart

Illustrierter Vortrag von Hubert Brieden

Eine Definition des Begriffs „Heimat“ sucht man meist vergeblich. Dabei wurde mit ihm seit dem 19. Jahrhundert Politik gemacht. Als juristische Definition legte er zunächst fest, dass nur derjenige Heimatrecht besaß, der über Grund und Boden verfügte. Arbeiter hatten daher keine Heimat, waren „vaterlandslose Gesellen“. In deutsch-nationalen Kreisen galten auch Juden als heimatlos und kosmopolitisch. Der Begriff „Heimat“ wurde mit biologistisch-rassistischen Elementen aufgeladen. Während der NS-Diktatur diente er der Ausgrenzung von Juden, „Zigeunern“, „Asozialen“ und politischen Gegnern. Sie alle hatten keinen Platz in der „deutschen Volksgemeinschaft“. Auf die Förderung des Heimatgedankens wurde in dieser Zeit großen Wert gelegt. Heimatfeste waren allgegenwärtig. In vielen Orten – so auch in Neustadt a. Rbge. – wurden Heimatmuseen eingerichtet, die ein völkisches Heimatgefühl popularisieren sollten.

Nach dem Krieg fand eine kritische Reflexion des Begriffs kaum statt. Heimatfilme und -musik reproduzierten bekannte Klischees und erfreuten sich wieder großer Beliebtheit.

Der Vortrag sollte am Dienstag, 3. November 2020 im Veranstaltungszentrum „Rotation“ in Hannover gehalten werden, musste aber wegen des Corona-Teil-Lockdowns vor allem für Kultur- und Bildungsveranstaltungen abgesagt werden. Er wurde daher – allerdings ohne Bilder – bei Radio Flora als Podcast eingestellt und ist dort zu hören und herunterzuladen: http://radioflora.de/heimat-was-ist-das-denn-ein-blick-in-geschichte-und-gegenwart/

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