Ein unerwünschtes Radiofeature, ein Fall von Zensur und die Folgen

14.7.2008: Funkhaus in Hannover
14.7.2008: Funkhaus in Hannover

Inhalt

Notwendige Vorbemerkung

Die Kampagne – Beseitigung eines selbstverwalteten Radiobetriebes in Hannover

Stimmen zum Radiofeature “Die Kampagne” – Briefe an die Redaktion

Erklärung der Redaktion International

Fortsetzung der Kampagne und Gegenwehr – Chronologie –

Notwendige Vorbemerkung

Im Juni 2008 entschloss sich der Arbeitskreis Regionalgeschichte zusammen mit der Redaktion International von Radio Flora ein Radiofeature zur Geschichte des ersten selbstorganisierten Bürgerradios in der Region Hannover zu produzieren. Der Grund: Das Ende von Radio Flora mit mehr als 500 Vereinsmitgliedern und 200 ehrenamtlich arbeitenden Radiomacherinnen und Radiomachern schien unmittelbar bevorzustehen, denn die Niedersächsische Landesmedienanstalt hatte sich geweigert, die Sendelizenz für Radio Flora zu verlängern. In der Öffentlichkeit wurde dies mit einer von Anfang an umstrittenen Emnid-Umfrage begründet. Wie sich bald herausstellte, ging es der Landesmedienanstalt jedoch darum, ein neues hierarchisches Radio zu konstruieren, das nicht mehr von den Radiomacherinnen selber, sondern von der Werbewirtschaft kontrolliert werden sollte. Das Radiofeature wollte an die widersprüchliche Geschichte von Radio Flora erinnern, die eng verknüpft ist mit der Bewegung der Freien Radios in Deutschland, es sollte die inneren Schwierigkeiten des selbstverwalteten Betriebes analysieren und die Methoden beschreiben, mit denen das ungeliebte Radio auf den gewünschten Kurs gedrängt wird.

Niemand konnte ahnen, welche Aufregung der Bericht von Hubert Brieden mit dem Titel „Die Kampagne – Beseitigung eines selbstverwalteten Radiobetriebes in Hannover“ hervorrufen und welche Folgen er haben würde … Ein unerwünschtes Radiofeature, ein Fall von Zensur und die Folgen weiterlesen

Eröffnung der Ausstellung „Jüdisches Leben in Neustadt am Rübenberge“

Ansprache zur Eröffnung der Ausstellung „Jüdisches Leben in Neustadt am Rübenberge“ am 9.11.2006 in Neustadt, Schloss Landestrost

Ingrid Wettberg, Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover

Herr Bürgermeister Sternbeck,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

Als ich gefragt wurde, ob ich heute aus Anlass der Ausstellungseröffnung „Jüdisches Leben in Neustadt“ eine Ansprache halten möchte, habe ich spontan zugesagt, denn ich habe eine recht lange Beziehung zu dieser Stadt.

Vor 30 Jahren zog ich mit meiner Familie aus dem Frankfurter Raum nach Hannover. Lange Zeit arbeitete ich als Dozentin hier an der VHS, nutzte die Geschäfte zum Einkaufen, Arzt und Friseur befanden sich hier und befinden sich immer noch hier so lag es nahe, dass das Stadtgeschehen mich auch interessierte.

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Öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr am 12.11.2005 in Bordenau

Traditionspflege: Bordenauer Geburtstagsfeiern

Scharnhorstdenkmal in Bordenau im November 2005
Scharnhorstdenkmal in Bordenau im November 2005

Redebeitrag des Arbeitskreises Regionalgeschichte während der Kundgebung des Antimilitaristischen Bündnisses Region Hannover gegen das Öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr am 12.11.2005 in Bordenau

Bordenau ist militärisch besetzt. Aus ganz Norddeutschland strömen reisende Uniformträger zusammen, um sich hier demonstrativ vor ausgesuchtem Publikum einem merkwürdigen militärischen Initiationsritus zu unterwerfen. „Ich bin stolz auf die Meinungsfreiheit in unserem Land“ ließ Oberst Hans-Jürgen Malirs, Leiter der Bundeswehr-Projektgruppe Bordenau angesichts der zu erwartenden Proteste kürzlich die Öffentlichkeit wissen. Oberst Marlirs zeichnet verantwortlich für die Organisation des heutigen Bundeswehr-Events. Es ist hierzulande modisch geworden, auf alles Mögliche und Unmögliche stolz zu sein. Aber, wie lautet ein altes Sprichwort: Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz. Und es zeugt schon von einer gehörigen Portion Ignoranz, wenn der Funktionär einer militärischen Organisation, die durch und durch hierarchisch aufgebaut ist, in der demokratische Rechte nicht existieren, stolz ist auf die Meinungsfreiheit. Was die deutsche Armee unter Meinungsfreiheit versteht, demonstriert sie hier in Bordenau wirklich anschaulich. Teile des Dorfes wurden zur Sondernutzungszone der Bundeswehr erklärt. Öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr am 12.11.2005 in Bordenau weiterlesen